Katholische Pfarrgemeinde Sankt Johannis der Evangelist Freiberg / Sachsen
Prävention

Prävention als ganzheitliche Aufgabe

Link zum aktuellen Schutzkonzept der Pfarrei Ausdrücklich rufen wir Sie, liebe Pfarreimitglieder zur Mitarbeit auf. Wir tragen eine gemeinsame Verantwortung! Lassen Sie uns gemeinsam überlegen und feststellen, wie eine gelingende Prävention verwirklicht werden kann.

Was war bzw. was ist das Initial unseres aktuellen Handelns?

Unter Berücksichtigung, auch von Vorgaben der Weltkirche sowie der Deutschen Bischofskonferenz und unter dem Eindruck erster Veröffentlichungen über Missbrauchsfälle gerade auch in katholischen Pfarreien und Einrichtungen verabschiedete das Bistum Dresden- Meißen im Januar 2015 eine Rahmenordnung zur Prävention gegen sexuelle Gewalt. Ein wichtiges Initial, auch für uns als neu gewähltem Pfarreirat waren schließlich die Bemühungen um Aufarbeitung von sexuellem Missbrauch, der vor vielen Jahren auch in unserem Verantwortungsraum passierte und die angestrebte Aussöhnung. Zudem haben wir erkannt, dass das bereits vorhandene Schutzkonzept unserer Pfarrei dringend aktualisiert und komplettiert werden musste.

Was ist das Ziel unserer Bemühungen? Wie setzen wir den Präventionsgedanken um?

Eine wertschätzende Achtung untereinander ist die Voraussetzung dafür, dass wir als einzelne Gläubige und als gesamte Gemeinschaft das Wort Gottes verkünden und seinen Willen umsetzen können. In einem solchen, offen glaubens- und lebensbejahenden Umfeld hat Missbrauch, egal welcher Prägung keinen Platz. Wir danken ausdrücklich allen Gläubigen für ihr Interesse und ihre Mithilfe. Wichtige Erkenntnisse sind: Prävention schützt jeden einzelnen Menschen und die gesamte Glaubensgemeinschaft. Prävention ist eine Investition in die Zukunft.

Mut zur gemeinsamen Verantwortung

Geht es darum, die in der Kinder- und Jugendpastoral tätigen, auch vielen Ehrenamtlichen in ihrem Einsatz zu beschränken oder gar zu maßregeln? Nein, keinesfalls! Wir sind in der Verkündigung und in unserem Glaubensleben mehr denn je auf ehrenamtliches Engagement angewiesen. Und gerade aus der Tatsache heraus, dass wir den Glauben frei und freiwillig erleben und weitergeben wollen, ergibt sich doch der notwendige Einsatz der Gläubigen. Zwar müssen auch bestimmte Formalien eingehalten werden. Vielleicht müssen sich neue, bisher ungewohnte Aufgaben und Abläufe noch einspielen. Formalismus und der drohende Zeigefinger stehen aber nicht im Mittelpunkt unserer Bemühungen. Der Präventionsgedanke soll vielmehr als etwas Selbstverständliches und nicht als etwas Belastendes erkannt werden. Mit Dankbarkeit nehmen wir wahr, dass es bereits heute einen verantwortungsvollen Umgang mit den uns anvertrauten Menschen, speziell den Kindern und Jugendlichen in unserer Pfarrei gibt.

Was wurde bisher getan?

Aufstellen eines ersten institutionellen Schutzkonzepts der Pfarrei Implementieren der Vorgaben der Rahmenordnung gegen sexuelle Gewalt durch Übernahme der bereitgestellten Materialien des Bistums Ausbildung und Benennung einer sogenannten Präventionsfachkraft für unsere Pfarrei: Herr Jens Klafki Start der Aktualisierung des Schutzkonzepts der Pfarrei Entwurf liegt zur Bearbeitung bei den Ortskirchenräten

Welche Aktivitäten laufen momentan? Wie sieht der weitere Fahrplan aus?

Bearbeiten des institutionellen Schutzkonzepts in den Ortskirchenräten und anschließende Einsetzung durch den Pfarreirat In diesem Zusammenhang: Erstellen von Risikoanalysen unter weitgehender Einbeziehung der Gläubigen, insbesondere der Menschen, die Aufgaben gemeinsam mit Kindern, Jugendlichen oder schutzbedürftigen Erwachsenen ausführen Benennen unabhängiger Ansprechpersonen als besondere Einrichtung in unserer Pfarrei Diese Aufgaben werden wir im ersten Halbjahr 2022 abschließen. Danach und wiederkehrend: Aus- und Weiterbildung der Ehrenamtlichen und der Hauptamtlichen, sowohl auf Bistums- wie auch auf Pfarreiebene laufende Evaluierung und wenn notwendig Anpassung und Ergänzung des Schutzkonzepts
Einsam oder gemeinsam? Kreuz im Sand Gemeinsam einen Berg besteigen Kinder stark machen